Software wird immer wichtiger in der Produktentwicklung, sie bildet neben Mechanik und Elektronik eine der drei Säulen, auf denen die Funktionalität des Produkts aufbaut. Immer mehr Funktionen werden von Software übernommen und ermöglichen eine Vereinfachung des mechanischen Aufbaus.

Wenn man einen digitalen Zwilling aufbauen will, darf der Code nicht fehlen, denn er bestimmt ganz wesentlich das Verhalten des Produkts.

Mit Polarion bietet Siemens ein Application Lifecycle Management (ALM)-System, das die Verwaltung des Softwarecodes übernimmt und sich mit der Verwaltungssoftware für Mechanik und Elektronik verknüpfen lässt.

Das Kurvenlicht moderner Autos ist ein gutes Beispiel für die Verlagerung von Funktionalität weg von der Mechanik in die Software hinein: Bei der unvergesslichen Citroen DS-„Göttin“ sorgte ein Seilzug dafür, dass die Fernscheinwerfer beim Einschlagen der Lenkung mitschwenkten. Heute reichen dafür einige Zeilen Code, die die Signale des Tachometers – unter 40 km/h – und des Lenkeinschlagsensors oder des Blinkerschalters auswerten und beim Abbiegen über den CAN-Bus den jeweils kurveninneren Nebelscheinwerfer einschalten. So entsteht ein Mehrwert für den Kunden – der teils sogar als Sonderausstattung bezahlt werden muss – lediglich durch das clevere Nutzen vorhandener Sensoren und Aktuatoren.

Das macht auch die Methode des Systems Engineering so attraktiv, denn wenn man zunächst die Funktionen des Produkts definiert – und das noch völlig unabhängig davon, wie sie technisch umgesetzt werden – kann man anschließend entscheiden, welche Funktionen in Software umgesetzt werden und welche mechanisch oder elektronisch.

Das Umsetzen von Funktionen in Software hat gleich mehrere Vorteile: Software lässt sich schnell und preiswert verändern und neu in das Produkt laden – Fehler können damit preisgünstig ausgebügelt werden, ohne dass das Produkt physikalisch umgebaut werden muss. Neue Funktionen lassen sich ebenso leicht nachrüsten, der Funktionsumfang kann sehr einfach individuell angepasst werden. Software macht Produkte flexibel.

Deutlich wird das beispielsweise am iPhone – jeder hat das selbe Gerät, aber wahrscheinlich wird es schwierig, zwei iPhones mit exakt derselben Funktionalität zu finden – denn diese richtet sich nach den installierten Apps. Mit jeder App gewinnt das Smartphone Funktionalität hinzu und passt sich an die Anforderungen des Besitzers an, ohne dass neue Hardware notwendig wird. Und wird tatsächlich zusätzliche Hardware notwendig – beispielsweise, wenn ein kabelloses Headset angeschlossen wird – wird dies über Standardschnittstellen und eine Softwareanpassung realisiert.

Das Prinzip lässt sich auch auf Maschinen und andere Produkte übertragen – zusätzliche Funktionen oder höhere Taktraten werden per Software freigeschaltet. Neutrale Schnittstellen wie sie für die Maschine-zu-Maschine-Kommunikation im Internet der Dinge oder bei Industrie 4.0 entwickelt werden, vereinfachen die Einbindung und Verknüpfung von Maschinen in Prozessketten. Und es bietet sich eine große Chance für den Sondermaschinenbau: Je intelligenter die Module sind, aus denen man eine solche Maschine zusammenstellt, desto besser lassen sich diese standardisieren und effizient produzieren. Die Individualisierung geschieht dann soweit möglich in Software.

Die Beispiele zeigen: Software wird immer wichtiger – auch im sogenannten „traditionellen Maschinenbau.“ Aktuell wird Software jedoch noch allzu oft in Excel oder in speziellen Insellösungen verwaltet. Will man Software jedoch im Kontext des Produkts verwalten und in den digitalen Zwilling einbinden, benötigt man eine ALM-Software, die sich in den PLM-Kontext einfügt. Die folgenden Berichte zeigen, wie eine Lösung auf Basis von Siemens Polarion aussehen kann und welche Vorteile sie bietet.

 

 

 

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