Betrachtet man die Angebote verschiedener ERP-Anbieter, köhttps://d2q0qd5iz04n9u.cloudfront.net/_ssl/proxy.php/http/www.bct-technology.com/fileadmin/speciality_distribution/public/_processed_/201610_PDM-ERP.pngnnte man auf die Idee kommen, dass PDM/PLM-Systeme, also konstruktionsnahes Dokumenten- und Informationsmanagement, überflüssig sind. Doch das leicht abgewandelte Sprichwort „Wenn zwei das Gleiche meinen, muss es noch lange nicht das Selbe sein“ passt hier besonders gut. Dokumentenmanagement ist eben etwas ganz anderes, wenn es um 3D-Modelle geht, als wenn man Briefe, Aufträge und Rechnungen verwalten möchte.

Datenverwaltungssoftware muss den Inhalt der Daten verstehen können, die sie verwaltet. Das ist je nach Art der Daten unterschiedlich schwierig und oft mit großem technischen Aufwand verbunden.

Herkömmliche Dokumente haben eine Struktur und einen Inhalt – beispielsweise sind Rechnungen immer in einer bestimmten Aufteilung aufgebaut, so dass es für eine Software nicht sehr schwierig ist, aus einem Scan, einer PDF- oder einer Textverarbeitungsdatei die relevanten Informationen zu extrahieren. Die Informationen sind zudem immer auf dieselbe Weise kodiert, nämlich in Textform.

Im Gegensatz dazu haben 3D-Daten mehr Dimensionen und sehr unterschiedliche Kodierungen – je nachdem, welches CAD-System und welche Version dieses Systems genutzt wurde, zwischen CAD-Systemen mit verschiedenen Kerneln unterscheidet sich sogar die mathematische Repräsentation. Hinzu kommen die Verknüpfung zwischen Bauteilen in Baugruppen, die Referenzen zwischen Modellen erzeugen, sowie eine Vielzahl von Metadaten von Material über Gewicht bis hin zu Stücklistenzugehörigkeit und -position. Eben all die bekannten Probleme, die den Datenaustausch zwischen CAD-Systemen so mühsam machen.

Zudem haben Konstrukteure andere Anforderungen an die Verwaltungssoftware als beispielsweise ein Einkäufer oder Fertigungsplaner an sein ERP-System. Das beginnt bei der schnellen grafischen Darstellung von CAD-Daten und Zusammenhängen zwischen Modellen und endet noch lange nicht bei einer geometrischen Ähnlichkeitssuche. Software, die den Arbeitsprozess effizienter machen soll, muss diese Unterschiede adressieren.

Und die Anforderungen werden in der Zukunft nicht geringer werden, wenn es um die integrierte Entwicklung von Produkten geht, die nicht nur das geometrische Modell, sondern auch die Elektronik und die Software, die im Produkt enthalten sind, in einem gemeinsamen Datenmodell halten möchte.

Und wer hätte vor wenigen Jahren daran gedacht, dass sowohl Simulationsrandbedingungen als auch -ergebnisse einmal in die Datenverwaltung integriert werden wollen? Visualisierung, CAM und viele andere Applikationen, die die CAD-Daten weiterverwenden, wollen berücksichtigt sein.

Dass dies Firmen, die sich auf die Verwaltung von Konstruktionsdaten konzentrieren, besser gelingen sollte als Unternehmen, die „All-inklusive“-Unternehmenssoftware entwickeln, ist eigentlich logisch. Die CAD-Systemhersteller, die alle auch eine Datenverwaltung anbieten, haben zudem den Vorteil, dass sie sich sehr genau mit der internen Struktur ihrer CAD-Datenmodelle auskennen und damit üblicherweise die komplexen Daten besser in den Griff bekommen als ein externer Anbieter, der sich den Aufbau erst erschließen muss. So bietet Siemens PLM Software mit Teamcenter eine PLM-Software, die über das reine Verwalten der Daten weit hinausgeht und den gesamten Prozess bis hin in die Maschinensteuerung begleitet.

Wenn es darum geht, relativ wenig hierarchisch organisierte CAD-Modelle zu verwalten und wenn die weitere Nutzung der 3D-Daten nicht allzu ausgeprägt ist, ist die direkte Kopplung des CAD- an das ERP-System und die Verwaltung der Daten im ERP-System eine gangbare Option. In einer integrierten Entwicklungsumgebung, die die CAD-Daten als Backbone des Produktlebens begreift, ist ein PLM-System ein unverzichtbarer Bestandteil.

Aber natürlich ist auch hier eine Schnittstelle aus dem PLM- ins ERP-System sinnvoll, um die dort benötigten Daten der fertig entwickelten Bauteile zu übergeben. So hat jeder Mitarbeiter die Werkzeuge und Informationen, die er für eine effiziente Erledigung seiner Aufgaben benötigt. Jedem sein System eben!

 

 

 

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